Mittwoch, 24. Februar 2010

Alles nur Zirkus?

Die jüngsten Anschuldigungen wegen Wettbetrugs gegen Stephen Lee lassen Fragen aufkommen: Wird im Snooker betrogen? Und wenn ja, wie oft sind wir schon - ohne es zu wissen - Zeugen eines solchen Betrugs geworden?
Das ist wohl schwer zu sagen. Fakt ist, dass sich Snooker - vorausgesetzt natürlich, die kriminelle Energie ist vorhanden - 'wunderbar' für Spielmanipulationen eignet. Im Snooker ist es wesentlich leichter, absichtlich und unauffällig 'schlecht' zu spielen, als beispielsweise im Fußball. Ein einziger eingeweihter Spieler reicht schon aus, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. In der Vergangenheit wurde ja immer wieder mal hier und da über Anzeichen für Wettbetrug oder Spielmanipulation berichtet.

Wer schon das ein oder andere Snooker-Spiel gesehen hat, wird eingestehen müssen, dass man schon mal Zweifel bekommen kann, ob da alles mit rechten Dingen zu geht, oder ob vor dem Spiel vielleicht eine Absprache über den Verlauf getroffen wurde. Das wäre zwar noch kein Wettbetrug, aber Betrug. Denn wer möchte schon im Rahmen eines Ranglistenturniers ein abgekartetes Spiel sehen..?! Die Tatsache, dass man bei manchen Turnieren das Gefühl hat, der Snookerfamilie bei einem großen Sippentreffen zuzuschauen, schüren solche Zweifel natürlich.