Mittwoch, 14. September 2011

Snooker mit "Samba-Faktor" (I)

Wie versprochen, will ich das bevorstehende Brazil Masters (15. - 18. September 2011) mal dazu nutzen, persönliche Einschätzungen zu den einzelnen Begegnungen zu geben. Da ich ja nun seit bald 2 Jahren nahezu jedes Turnier der Main Tour verfolgt habe, könnte hier die ein oder andere Überlegung bares Geld wert sein. Aber selbstverständlich kann ich keinerlei Garantie für meine Prognosen übernehmen. Wer sich also durch meine Tipps zum Wetten hinreißen lässt, tut dies natürlich auf eigene Gefahr!

Ich glaube, dass es gerade bei Snooker gar nicht so schwer ist, brauchbare Aussagen über den Verlauf einer Partie zu machen. Das liegt zum einen an den häufig sehr großen Leistungsunterschieden zwischen den Spielern, zum anderen ist Snooker ja irgendwie nicht nur Sport, sondern immer auch ein Stück weit Entertainment. Ab und zu macht es also evtl. auch Sinn, rein statistische Überlegungen hinten anzustellen und sich stattdessen Gedanken über den Unterhaltungsfaktor zu machen. Ich weiß, das ist eine sehr gewagte These, aber so habe ich schon des öfteren erfolgreich Wetten beim Snooker platziert!

Nun aber zum Brazil Masters. Zuerst habe ich mir überlegt, welche Faktoren hier generell für alle teilnehmenden Spieler zu berücksichtigen sind. Zum einen ist das die Tatsache, dass es sich hier um ein Einladungsturnier handelt, es also keine Weltranglistenpunkte gibt. Zum anderen begeben sich die Spieler speziell bei diesem Turnier auf ganz neues Terrain: Noch nie zuvor hat es ein Turnier auf südamerikansichem Boden, geschweigedenn in Brasilien gegeben. Hier wird also nicht nur ein Land, sondern ein ganz neuer Kulturkreis erschlossen. Die brasilianische Mentalität wird sich sicherlich auch beim Publikum bemerkbar machen. Es wird einige Spieler geben, die sich in Brasilien sehr wohl fühlen und andere, die am liebsten gleich wieder abhauen würden. Ja, auch diese These ist gewagt, hat mir aber auch schon bei anderen Turnieren geholfen, wertvolle Entscheidungen zu treffen und auf das richtige Pferd zu setzen. Nennen wir diesen Faktor für das Brazil Masters mal "Samba-Faktor".


Hier folgen nun meine kurzen Überlegungen mit Sieger-Tipps zu den vier Begegnungen des ersten Tages. Das Q in Klammern steht für Quote (bet365) und das H für Head to Head.

Mark Selby v Stuart Bingham (Q: 1,44 - 2,62, H: 2-1)
Da muss der frischgebackene Shanghai Masters Champion gleich beim ersten Match in Brasilien wieder ran. Klar, die neue Nummer 1 der Weltrangliste ist hier der Favorit, aber auch Stuart Bingham spielt zur Zeit sehr konstant auf hohem Niveau und hat ja mit den Australian Open auch schon ein Ranglistenturnier in dieser Saison gewonnen. Hinzu kommt, dass Mark Selby gerade frisch aus Shanghai kommt und möglicherweise körperlich nicht topfit ist. Ball-run Bingham hingegen geht ausgeruht ins Turnier.

Meine Empfehlung: Hier gewinnt der Außenseiter, Sieg für Bingham!


Peter Ebdon v Stephen Lee (Q: 2,10 - 1,66, H: 3-4)
Ich will mir jetzt Stephen Lee nicht beim Samba tanzen vorstellen, aber ich denke hier greift er, der "Samba-Faktor". Der Rolls Royce unter den Snookerspielern ist dafür bekannt, sich gerade in fernen Ländern pudelwohl zu fühlen und zu höchstformen aufzulaufen. Darüberhinaus vermute ich, dass das brasilianische Publikum eher mit der lockeren, draufgängerischen Art von Stephen Lee sympathisiert.

Meine Empfehlung: Lee macht hier das Rennen...eh.. den Samba!


Jamie Cope v Igor Figueiredo (Q: 1,28 - 3,50, H: - )
Klarer Fall für mich: Hier muss die Außenseiter-Wette auf Igor Figueiredo einfach gewagt werden! Unter "normalen" Wettkampfbedingungen würde ich bei dieser Partie immer auf Cope setzen, aber der Brasilianer ist Lokalmatador, Publikumsliebling und wird sich verdammt gut auf dieses Match vorbereiten und alles daran setzen, hier zu gewinnen. Ein Sieg für Figueiredo wäre natürlich auch für die Medienwirksamkeit des Turniers in Brasilien wesentlich besser. Dass also zumindest einer der drei Brasilianer sein erstes Match gewinnt, halte ich für sehr wahrscheinlich und Igor ist der einzige mit Main-Tour-Erfahrung.

Meine Empfehlung: Sieg für den brasilianischen Snooker und seine Zukunft, Sieg für Igor Figueiredo!


Graeme Dott v Mark Davis (Q: 1,57 - 2,25, H: - )
Beide Spieler haben beim Shanghai Masters ihr Match der ersten Runde mit 2-5 verloren. Davis allerdings gegen John Higgins, Dott gegen Michael Holt. Schaut man sich mal die anderen Turniere dieser Saison an, war Graeme Dott aber schon um einiges erfolgreicher. Zudem dürfte der Pocket Dynamo -aufgrund der häufigeren TV-Präsenz- in Brasilien um einiges populärer sein als sein Gegner; ein Faktor den man nicht unterschätzen sollte.

Meine Empfehlung: Dott macht das klar, und zwar deutlich!


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Wer an Statistiken interessiert ist: WWWSnooker und Snooker Database bieten viele, viele Zahlen und sind immer topaktuell.

Ich wünsche uns allen viel Spaß und natürlich Glück beim Wetten!

Der zweite Teil mit meinen Einschätzungen zu den anderen vier Begegnungen folgt am Donnerstag Freitag!