Mittwoch, 5. Mai 2010

Neuigkeiten zum Fall John Higgins

Die Seite Sportingintelligence hat gestern neue Informationen zu dem Wettskandal um John Higgins und Pat Mooney veröffentlicht. In dem Artikel wird genau erklärt, wie es überhaupt zu dem Treffen in Kiew kam. Der für solch dubiose Aktionen bekannte Reporter Mazher Mahmood hatte schon früher einen Tipp eines Insiders bekommen, dass Pat Mooney und John Higgins möglicherweise in illegale Spielabsprachen verwickelt sind. Daraufhin wandte sich der Reporter unter dem Decknamen Marcus D’Souza an Pat Mooney und gab vor, für die nicht existierende Firma Alfa Equity zu arbeiten, welche daran interessiert sei, Snookertuniere zu finanzieren.
Es wurde sogar eine falsche Website erstellt, auf der die Scheinfirma Projekte vorstellt, die ebenfalls erfunden sind. Um Näheres zu besprechen traf sich Mooney angeblich drei mal mit D'Souza. Im letzten Gespräch soll dabei auch bereits über Manipulation durch John Higgins gesprochen worden sein. In Kiew wollte man das Geschäft abschließen und sich bei der Gelegenheit eine mögliche Spielstätte für eines der neuen Turniere ansehen. Die Stimmung soll von Anfang an komisch gewesen sein, weil Mooney's Kontaktmann D'Souza nicht anwesend war. Stattdessen trafen Mooney und Higgins die beiden Männer, die man im Video hört.
Die News of the World hat diesen 'Skandal' also definitiv künstlich herbeigeführt und lange vorher geplant. Diese fraglichen Methoden der Berichterstattung entlasten Higgins und Mooney aber keineswegs. Die Tatsache, dass sie in dem Video das illegale Geschäft abschließen und hinterher keine Meldung bei der WPBSA oder der Polizei gemacht haben, bleibt bestehen.
Anlässlich der laufenden Ermittlungen gegen Higgins und Mooney macht Dave Hendon, Snookerblogger No. 1 übrigens erstmal Pause.